Kranich Akademie
Ein Überblick über die chinesische Geschichte Quelle: Common Knowledge about Chinese History ISBN: 962-8746-47-2 Die ersten Vorfahren der Chinesen lebten vor etwa 1.700.000 Jahren im Bereich der heutigen Provinz Yunnan, im Bezirk Yuanmou. Primitive Gesellschaften gab es in Lantian, in der Provinz Shaanxi und in Zhoukoudian, in der Nähe von Peking. Auch an anderen Orten fanden sich Relikte der Naturvölker. Das Reich der Mitte ist nicht nur ein Land mit einer sehr alten Zivilisation, es ist auch eine der Geburtsstätten der Menschheit.
China steht bei den zahlreichen Fossilienfunden und Kulturdenkmälern aus dem Paläolithikum an erster Stelle, darunter Spuren des Yuanmou Menschen, Lantian Menschen, Peking Menschen und dem Oberen Höhlenmensch. Im Jahr 1965 fanden Archäologen im Bezirk Yuanmou in der Provinz Yunnan zwei alte menschliche Zähne und einige grobe Steinwerkzeuge. Nach der Untersuchung bestätigte sich, dass die Funde ca. 1,7 Millionen Jahre alt sind. Der Fund bei Yuanmou ist das früheste Zeugnis menschlicher Besiedelung in China.
Im Jahr 1929 wurden menschliche Schädel in Höhlen auf dem Berg Longgu in Zhoukoudian im Südwesten von Peking gefunden. Später wurden dort fünf weitere menschliche Schädel gefunden. Es sind Relikte des sogenannten Peking- Menschen, der vor rund 700.000 bis 200.000 Jahren lebte. Der Pekingmensch hatte einige affenähnliche Eigenschaften, beherrschte aber bereits die Kunst Werkzeuge herzustellen und zu verwenden.Er zerhackte Steine zu groben Werkzeugen und nutzte Äste als Stöcke, um Pflanzen zu sammeln, Tiere zu jagen und Nahrung zu verarbeiten. Er lernte natürliches Feuer zu verwenden, was einen Meilenstein der menschlichen Entwicklung darstellt.   Im Jahre 1930 wurden in Höhlen nahe des Gipfes Mount Longgu in Zhoukoudian menschliche Knochen gefunden, die  etwa 18.000 Jahre alt sind. Der sogenannte Obere Höhlenmensch hatte bereits annähernd das Aussehen der heutigen Menschen. Diese Menschengattung verwendete ebenfalls Steinwerkzeuge. Funde belegen, dass sie bereits Schleif- und Bohrtechniken kannten. Er stellte Knochennadeln her, um Tierhäute zu nähen, Kleidung herzustellen und verwendeten Tierknochen und -zähne, Steinperlen und Muscheln als Schmuck. Er wusste, wie man Feuer macht und beschaffte sich Nahrung durch Sammeln, Jagen und Angeln. Die Oberen Höhlenmenschen bildeten  matriarchalische Clans, d.h die Frauen hatten das Sagen. Die Clanmitglieder lebten und arbeiteten zusammen und teilten ihr Essen.
Vorfahren der chinesischen Nation Die Chinesen bezeichnen sich oft als "Nachkommen von Yan-di und Huang-di". Dies bezieht sich auf die legendären Helden Yan-di und Huang-di. Vor über 4000 Jahren lebten im Tal des Gelben Flusses viele Stämme. Die von Huang-di und Yan-di angeführten Stämme sind die bekanntesten. Östlich des Gelben Flusstals befand sich das Territorium des Jiu-li-Stammes, mit Chi-you als Oberbefehlshaber. Es wird berichtet, dass das jiu-lische Volk bereits Bronzewaffen besaß und als kriegerische Gruppe bekannt war. Die Legende besagt, dass der Stamm der Jiu-li den Stamm der Yan-dis angriffen. Letzterer wurde geschlagen und bat Huang-di um Hilfe. Huang-di verbündete sich mit Yan-di und besiegte Chi-you an einem Ort namens Zhuo-lu (in der heutigen Provinz Hebei). Während der Schlacht stieg dichter Nebel auf und verwirrte die Kontrahenten. Auf seinem Wagen hatte Huang-di jedoch ein Instrument, das ständig nach Süden zeigte. Auf diese Weise sammelte er die alliierten Streitkräfte. Schließlich wurde Chi-you gefangen genommen und getötet. Nach der Schlacht von Zhuo-lu kam es zu Konflikten zwischen den Stämmen Huangdi und Yandi, um die Hegemonie aller Stämme. Schließlich setzte sich Huangdi durch und regierte über alle Stämme der Zentralebene. Sie vereinigten ihre Sprachen, Sitten, Produktions- und Lebensgewohnheiten, um das Hua-xia-Volk zu bilden. Das Hua-xia-Volk war der Vorgänger des Han-Volkes, welches heute den Hauptteil der chinesischen Nation bildet. Die Hua-xia-Leute betrachteten Huang-di und Yan-di als ihre Vorfahren und nannten sich "Nachkommen von Yan-di und Huang-di."
Yu der Große war der Häuptling des legendären Xiahou-Clans. Er wurde ursprünglich Yu oder Xiayu genannt. Der Legende nach wurde der Gelbe Fluss während der Regierungszeit von Kaiser Yao überschwemmt. Die Menschen mussten ihre Dörfer verlassen und in Bäumen oder auf Berggipfeln leben. Die Flut brachte den Menschen großes Elend. Kaiser Yao, der Häuptling des Yan-Huang-Stammesbundes, ernannte Gun, um die Flut zu nutzen. Gun baute Deiche, um das Wasser zurückzuhalten. Er scheiterte jedoch. Shun, der die Nachfolge von Yao antrat, tötete Gun und bestellte Guns Sohn Yu, um die Flutauffangarbeit fortzusetzen. Yu übernahm die Baggermethode, um die Flut entlang der Flussläufe ins Meer zu leiten. Yu hat sehr hart gearbeitet. Es wurde berichtet, dass er in den 13 Jahren, in denen er die Überschwemmungen zähmte, dreimal an seinem Haus vorbeiging, aber erst nach Abschluss seiner Aufgabe eintrat.  Als Ergebnis seiner erfolgreichen Bemühungen verlieh ihm das Volk den Titel "Yu der Große." Shun wählte Yu mit Zustimmung der Stammesfürsten als seinen Nachfolger. Nach der Zähmung der Fluten wuchs die Vegetation und wilde Bestien bedrohten das Überleben der Menschen. Yu brachte seinen Untertanen die Kunst der Landwirtschaft bei und lehrte sie, wie man das Land beherrscht und sich regelmäßig und organisiert ernährt. Er wies auch Invasionen des Miao- Stammes zurück und festigte die Vorherrschaft der Huaxia-Bevölkerung in den zentralen Ebenen. Um 2070 v. Chr. gründete Yu die Xia-Dynastie, die erste Dynastie der chinesischen Geschichte. Nach Yus Tod übernahm sein Sohn Qi den Thron. Qi vereitelte den Versuch des Youhu-Clans ihn zu stürzen und errichtete das System der erblichen Herrscher. Die Xia-Dynastie dauerte über 400 Jahre. Ihr letzter König, Jie, der in den alten Aufzeichnungen als Tyrann verunglimpft wurde, wurde vom Führer des Königreichs Shang am Unterlauf des Gelben Flusses im Jahr 1.600 v. Chr. gestürzt.
Die zweite Dynastie war die Shang-Dynastie (auch Yin-Dynastie genannt, da sie mehrmals ihre Hauptstadt wechselte und sich schließlich in Yin, dem heutigen Anyang in der Provinz Henan, niederließ). Die Shang-Dynastie (ca 1570 - 1045 v.Chr) hinterließ viele äußerst wertvolle historische Materialien und Artefakte wie Inschriften auf Knochen, Schildkrötenpanzern und Bronzewaren. Die dritte Dynastie war die westliche Zhou-Dynastie (um 1046 v. Chr.), deren Hauptstadt Hao war, das heutige Xi'an in der Provinz Shaanxi. Das Herrscherhaus von Zhou wurde von Hao durch eindringende Stämme vertrieben und verlegte seine Hauptstadt in das heutige Luoyang in der Provinz Henan. Von dieser Zeit war es als östliche Zhou-Dynastie in der Geschichte bekannt. Die westliche und östliche Zhou-Dynastie dauerte insgesamt rund 800 Jahre.  Das östliche Zhou wird von Historikern in die Frühlings- und Herbstperiode (770 - 476 v. Chr.) und in die Periode der Streitenden Völker (475 - 221 v. Chr.) unterteilt. Während der Frühlings- und Herbstperiode spaltete sich das Land in viele kleine rivalisierende Vasallenstaaten. Zu der Zeit der Kriegerstaaten waren sie zu sieben mächtigen Staaten zusammengewachsen. In der Zeit der Kriegerstaaten wurden die Grundlagen für den Feudalismus und die bevorstehende Einigung Chinas unter der Qin- Dynastie gelegt. Qinshi-Huangdi (der Name Huang-di stammt von den legendären Helden Yan-di und Huang-di, die vor über 4000 Jahren im Tal des Gelben Flusses lebten), der erste Kaiser von China vereinigte die streitenden Völker, vereinheitlichte Schrift und Masseinheiten und schuf mit strenger Hand im Jahre 221 v.Chr. ein Riesenreich, das seinesgleichen in der Welt sucht. Der Sohn des Himmels und der Erde war zu seiner Zeit der mächtigste Mann der Welt und wird noch im Tode von  lebensgroßen Tonkriegern, der Terrakotta-Armee, bewacht. Als sich die alten ägyptischen, babylonischen und indischen Zivilisationen entwickelten, blühten die Dynastien Xia, Shang und die westliche Zhou in China auf. Als die griechischen und römischen Stadtstaaten in Europa ihre Blütezeit erlebten, blühten der Gedanke und die Kultur der Frühlings-, Herbst- und Kriegsstaaten. Der Mittelmeerraum und China wurden allmählich zu den Zentren der beiden Hauptkulturen der Welt.
Kranich Akademie
Ein Überblick über die chinesische Geschichte Quelle: Common Knowledge about Chinese History ISBN: 962-8746-47-2
Die ersten Vorfahren der Chinesen lebten vor etwa 1.700.000 Jahren im Bereich der heutigen Provinz Yunnan, im Bezirk Yuanmou. Primitive Gesellschaften gab es in Lantian, in der Provinz Shaanxi und in Zhoukoudian, in der Nähe von Peking. Auch an anderen Orten fanden sich Relikte der Naturvölker. Das Reich der Mitte ist nicht nur ein Land mit einer sehr alten Zivilisation, es ist auch eine der Geburtsstätten der Menschheit.
Vorfahren der chinesischen Nation Die Chinesen bezeichnen sich oft als "Nachkommen von Yan-di und Huang-di". Dies bezieht sich auf die legendären Helden Yan-di und Huang-di. Vor über 4000 Jahren lebten im Tal des Gelben Flusses viele Stämme. Die von Huang-di und Yan-di angeführten Stämme sind die bekanntesten. Östlich des Gelben Flusstals befand sich das Territorium des Jiu-li-Stammes, mit Chi-you als Oberbefehlshaber. Es wird berichtet, dass das jiulische Volk bereits Bronzewaffen besaß und als kriegerische Gruppe bekannt war. Die Legende besagt, dass der Stamm der Jiu-li den Stamm der Yan-dis angriffen. Letzterer wurde geschlagen und bat Huang-di um Hilfe. Huang-di verbündete sich mit Yan-di und besiegte Chi- you an einem Ort namens Zhuo-lu (in der heutigen Provinz Hebei). Während der Schlacht stieg dichter Nebel auf und verwirrte die Kontrahenten. Auf seinem Wagen hatte Huang-di jedoch ein Instrument, das ständig nach Süden zeigte. Auf diese Weise sammelte er die alliierten Streitkräfte. Schließlich wurde Chi-you gefangen genommen und getötet. Nach der Schlacht von Zhuo-lu kam es zu Konflikten zwischen den Stämmen Huangdi und Yandi, um die Hegemonie aller Stämme. Schließlich setzte sich Huangdi durch und regierte über alle Stämme der Zentralebene. Sie vereinigten ihre Sprachen, Sitten, Produktions- und Lebensgewohnheiten, um das Hua-xia- Volk zu bilden. Das Hua-xia-Volk war der Vorgänger des Han-Volkes, welches heute den Hauptteil der chinesischen Nation bildet. Die Hua-xia-Leute betrachteten Huang-di und Yan-di als ihre Vorfahren und nannten sich "Nachkommen von Yan- di und Huang-di."
Yu der Große war der Häuptling des legendären Xiahou- Clans. Er wurde ursprünglich Yu oder Xiayu genannt. Der Legende nach wurde der Gelbe Fluss während der Regierungszeit von Kaiser Yao überschwemmt. Die Menschen mussten ihre Dörfer verlassen und in Bäumen oder auf Berggipfeln leben. Die Flut brachte den Menschen großes Elend. Kaiser Yao, der Häuptling des Yan-Huang-Stammesbundes, ernannte Gun, um die Flut zu nutzen. Gun baute Deiche, um das Wasser zurückzuhalten. Er scheiterte jedoch. Shun, der die Nachfolge von Yao antrat, tötete Gun und bestellte Guns Sohn Yu, um die Flutauffangarbeit fortzusetzen. Yu übernahm die Baggermethode, um die Flut entlang der Flussläufe ins Meer zu leiten. Yu hat sehr hart gearbeitet. Es wurde berichtet, dass er in den 13 Jahren, in denen er die Überschwemmungen zähmte, dreimal an seinem Haus vorbeiging, aber erst nach Abschluss seiner Aufgabe eintrat.  Als Ergebnis seiner erfolgreichen Bemühungen verlieh ihm das Volk den Titel "Yu der Große." Shun wählte Yu mit Zustimmung der Stammesfürsten als seinen Nachfolger. Nach der Zähmung der Fluten wuchs die Vegetation und wilde Bestien bedrohten das Überleben der Menschen. Yu brachte seinen Untertanen die Kunst der Landwirtschaft bei und lehrte sie, wie man das Land beherrscht und sich regelmäßig und organisiert ernährt. Er wies auch Invasionen des Miao-Stammes zurück und festigte die Vorherrschaft der Huaxia-Bevölkerung in den zentralen Ebenen.
Um 2070 v. Chr. gründete Yu die Xia-Dynastie, die erste Dynastie der chinesischen Geschichte.